Die Kunst Schule zu gestalten - Abschied von Cordula Küppers
Shownotes
In dieser Folge verabschieden wir uns von Cordula Küppers. Cordula hat das Profil unserer Schule über viele Jahre geprägt. Jetzt ist Schluss, aber es bleiben so viele Dinge, die sie nachhaltig angestoßen und umgesetzt hat. Diese Folge hat ein besonderes Ende, lasst euch überraschen.
Moderation: Enno Braun | Aufnahmeleitung: Dana Diedering | Schnitt: Enno Ortmann | Audiodesign und Produktion: Christian Thiemig | Klavier: Martin Guth
Musik: Jan Acam
https://instagram.com/rats_schulgefluester
https://ratsgymnasium.de
Transkript anzeigen
00:00:04: Schuhgeflüster.
00:00:18: Hallöchen und herzlich willkommen zu unserem Schu-Podcast.
00:00:21: Schuh Geflüstern!
00:00:23: Heute haben wir einen ganz besonderen Gast bei uns im Schiratsstudio, Frau Küppers.
00:00:28: Wir machen ein Interview zu Ihrer Zeit als Schulleitung.
00:00:31: Let's go!
00:00:33: Wie geht es Ihnen gerade so ein paar Wochen vor Ihrer Pensionierung?
00:00:37: Mir geht es gut und ich vergleich das mal so ein bisschen mit einer Skifahrt.
00:00:45: Und diese Skifahrt, ich bin nicht so eine schnelle Skifahrerin.
00:00:49: Da bin ich jetzt im Abschwung der Skipiste.
00:00:54: Wir haben diesen Schritt in den Ruhestand zu gehen, lange vorbereitet die Teams.
00:00:59: Die erweiterte Schulleitung ist gut aufgestellt und ich vergleiche das ein bisschen ... Schule ist für mich entweder wie einen Tanker, der immer weiter fährt oder wie ein Zug, der weiterfährt Und wenn es da eben ein Lockführerwechsel gibt, dann ist das ganz gut.
00:01:18: Wenn der Zug ein bisschen langsamer wird ... Das heißt nicht dass bei uns in der Schule jetzt nicht mehr viel zu tun ist aber die Aufgaben sind gut verteilt so dass der Nachfolger, der gewählt ist und die nachfolge nahtlos übernehmen wird, einsteigen kann und dann in Ruhe mit dem Team wieder an den Start gehen kann.
00:01:41: Können Sie sich noch an Ihren ersten Tag am Ratsgymnasium erinnern?
00:01:45: Ja, da kann ich mich sehr gut erinneren.
00:01:47: Ich komme aus dem Rheinland und damals wurde mir mit einem Brief mitgeteilt, dass das Ratsgymnasium Minden die Schule meiner Wahl sein soll.
00:01:58: Das wurde mir geteilt.
00:02:01: für jemand aus dem Reinland ist Ostwestfalen erst relativ weit weg Und ich kam von der Autobahn den Schwichöwal entlanggefahren und dachte, das wird jetzt wohl der Ort des Einsatzes sein.
00:02:15: Dann habe ich mich bei dem damaligen Schulleiter Herrn Willer vorgestellt und hab ihm dann aber auch mitgeteilt dass ich schwanger bin und nur für acht Wochen zur Schule kommen werde weil ich da in Erziehungszeit gehe.
00:02:26: also es war ein kurzes Intermezzo und ich habe mich dann aber sehr gefreut auch nach der Erziehung Zeit wieder am Rats zu sein.
00:02:34: Und können Sie sich noch daran erinnern was als erstes über die Schule gedacht haben?
00:02:41: Ich
00:02:41: fand es war ein sehr einladendes Gebäude.
00:02:44: Ich bin ja durch so eine Allee dahin gefahren, also vom Schwicherwald aus kommend.
00:02:50: Das fand ich da alles sehr einladend und schön aus.
00:02:54: Und ich hab dann eben auch gleich ein sehr nettes Gespräch mit Herrn Schmidt geführt, der später Schulleiter war.
00:03:02: Da fühlt sich mich sehr eingeladen.
00:03:04: Ich fand die Schüler sahen alle nett aus!
00:03:07: Hätten Sie damals gedacht, dass sie so lange am Ratskümunation bleiben würden?
00:03:12: Da habe ich gar nicht drüber nachgedacht und wenn man mich gefragt hätte, hätte ich gesagt schauen wir mal.
00:03:16: Aber mit Sicherheit kann ich sagen, dass sich damals gar nicht die Perspektive hatte Schulleiterin zu werden.
00:03:24: Worauf sind Sie aus Ihrer Zeit als Schulleiterin besonders stolz?
00:03:31: Dass wir gemeinsam mit dem Kollegium ... viel gesprochen und diskutiert haben.
00:03:39: Und dass diese alte Schule immer wieder bereit war, ist Impulse die zeitlich notwendig sind an Anforderungen, die an Schule gestellt werden aufzunehmen.
00:03:53: Dass es uns angelungen ist diesen Prozess vorzusetzen.
00:03:57: Mein Interesse, ich glaube das ist kein Geheimnis, ist ja die kulturelle Bildung der ästhetischen Disziplinen.
00:04:04: Und wenn ich da zurückschaue, hat sich da unheimlich viel getan und weiterentwickelt.
00:04:11: Wir haben uns im Jahr zwölf um den Preis des Bundeskinder zu Olymp mit dem Beitrag kulturelle Bildung führt zur Schulentwicklung beworben.
00:04:23: Haben dann auch gewonnen.
00:04:24: das war für uns wirklich eine große Wertschätzung.
00:04:29: Das merke ich dass der Prozess eben weiter trägt Auch hier jetzt, wenn wir in einem Tonstudio mit so professionellem Equipment zusammensprechen.
00:04:40: Dann geht es um das persönlich gesprochene Wort und das hat für mich mit Menschlichkeit und kultureller Bildung zu
00:04:46: tun.".
00:04:47: Was war Ihr schönster Moment am Ratsgymnasium?
00:04:52: Ja ein besonderer Moment war für mich auch dass wir ausgehend davon, dass wir uns entschieden haben mit der zweiten Fremdsprache früh also im fünften Jahrgang beginnen, dass daraus sehr schnell die Erkenntnis gewachsen ist.
00:05:08: Dass Sprachbildung an sich zentral ist und im Netzwerk Zukunftschulen in Kooperation mit der Humboldt-Universität Berlin fand bei uns ein Sprachbildungskongress statt Und viele externe Wissenschaftler waren da und haben uns bestärkt Schule eben als Ort der Sprachbildung an sich sehen sollen.
00:05:30: Und alle Fachschaften machen sich momentan bei uns an der Schule auf den Weg, sprache das gesprochene Wort, das gelebte, das erlebte Wort und das Miteinander in den Mittelpunkt zu stellen – das ist super!
00:05:44: Was war die größte Herausforderung Ihrer Zeit als Schulleiterin?
00:05:50: Ja, das denke ich überrascht jetzt vielleicht auch nicht.
00:05:55: Das war ... Die Nachricht, dass Schule in der Corona-Zeit geschlossen wird, komplett.
00:06:05: Das war nicht nur für mich ein völlig neues Denken wie ich meinen Unterricht anzugestalten habe sondern es waren ja völlig andere Gedanken die wir uns machen mussten.
00:06:16: und wenn ich vorher gesagt habe dass wir viel im Team zusammen sind und zusammensprechen und überlegt haben dann hat das immer auch mit physischer Präsenz zu tun Videokonferenz und ein ganz anderes Format des Miteinanders dabei.
00:06:36: Und jetzt auch rückscheidend hab ich mich gefragt, wir waren da wirklich über lange Zeit mit ganz wenigen Menschen in der Schule.
00:06:45: Was habe ich da den ganzen Tag gemacht?
00:06:47: Ich kann versichern, ich hab was gemacht!
00:06:50: Aber das war schon eine große Herausforderung und vor allen Dingen danach gemeinsam mit den Schülern und Schülerinnen zu schauen.
00:06:59: Was ist jetzt eben notwendig?
00:07:01: Und wenn wir ehrlich sind, kommt ihr, kommen Schüler und Schülerinnen natürlich wegen des Unterrichtes zur Schule hoch interessiert.
00:07:09: Aber vor allen Dingen auch um Freunde zu treffen und miteinander da zu sein.
00:07:15: Das war eine ganz große Herausforderung und ihr erinnert euch sicherlich an das Testzentrum was es bei uns gab.
00:07:22: Da haben wir die Turnhalle umgebaut zu einem Corona-Testzentrum und also verrückte Sachen.
00:07:28: Was hat sich an unserer Schule in den letzten Jahren am meisten verändert?
00:07:36: Eine große Veränderung über die ich mich sehr freue ist eben der Neubau, der Rathalle.
00:07:43: Die jetzt ja Moviment heißt, die mit den drei Räumen dort ganz große Möglichkeiten bietet.
00:07:49: Ich freu mich, wenn Mittags in der Mittagspause die Halle fast platzt vor lauter Schülerinnen und Schülern der Klasse fünf und sechs.
00:07:58: Dann der hintere Bereich wo ästhetische Erziehung und ja Yoga und Tanz stattfinden kann.
00:08:08: das ist eine bauliche Veränderung Und ich glaube auch zukünftig wird es so sein dass auf Schule immer mehr Anforderungen zukommen, die natürlich auch mit Wissensvermittlung zu tun haben.
00:08:24: Aber vor allen Dingen das Schule Schülern und Schülerinnen Möglichkeiten zeigen soll eine Haltung zum Lernen und Leben zu bekommen und Selbstwirksamkeit zu entfalten.
00:08:35: Und da hat sich ganz viel bei uns in der Schule getan.
00:08:40: Ich glaube dass wir es auch in der gebotenen Langsamkeit geschafft haben.
00:08:46: Welche Entwicklungen am Ratsgymnasium freut Sie heute besonders?
00:08:51: Dass wir den gebundenen Ganztag als konsequente Form der Schule leben und gestalten, es freut mich besonders dass an unserer Schule das gemeinsame tun im Bereich der Künste einen ganz großen selbstverständlichen Platz hat.
00:09:10: Das zeigt sich jetzt auch am zweiten Juli am Präsentationstag dass wir Schulorchester, Chöre und Theaterarbeit eine lebendige Kunstfachschaft haben.
00:09:23: Wenn man das Außengelände anguckt ist es ein besonderer Schulhof.
00:09:29: Da freut es mich, dass die Schülerinnen im Auftrag der Stadt dort ... tätig sein werden und das Glaciermitgestalten dieser Blitz, den alle kennen.
00:09:42: Auf dem gerne balanciert und geturnt wird.
00:09:45: Der wird jetzt nach neun Kriterien im Rahmen der Glasierneuerung mitgenommen.
00:09:51: Da geht es nicht um dieses Kultur aber um dieses Miteinander von allen Beteiligten.
00:09:57: also Schule im Kiez zeigt sich an vielen Stellen Und natürlich auch im Unterricht aller Fächer unserer Schule.
00:10:14: Ich durfte da in der Arbeitsgruppe mitarbeiten.
00:10:17: Das war ein Projekt, ganz innen hieß das von der Stiftung Mercator auch stark unterstützt und das waren Schulen die sich zu der Zeit entschieden haben gebundene Ganztagsschulen zu werden.
00:10:30: Herr Schmidt, der damalige Schulleiter hat den Schulentwicklungsprozess Ganz stark ausgehend vom Blickpunkt sozialer Gerechtigkeit in die Richtung begleitet.
00:10:41: Da waren wir wirklich viel im Austausch mit anderen Schulen, es wurde viel evaluiert und wir haben festgehalten an den Silenzien, an der besonderen Form der Wochenaufgaben Und es zeigt sich heute eben, dass die Aufgaben die Schülerinnen bewältigen.
00:10:59: Nicht mehr diese sind, die wir von früher kennen.
00:11:01: Man rechnet zu Hause alleine Mathepäckchen, sondern ganz viel wird kollaborativ gearbeitet und das geht für mich nur im gewonnenen Ganztag.
00:11:11: Natürlich gehe ich auch davon aus, dass Männer und Frauen berufstätig sein können und wollen und damit bieten wir eine verlässliche Struktur für Elternhäuser.
00:11:23: Was war Ihnen beim Ausbau des Ganztags besonders wichtig?
00:11:40: Möglichkeit der guten Bildung Teilhabe haben können.
00:11:43: Und das macht viel mit uns, wenn alle Schüler wissen, dass alle Schüler diese Möglichkeiten haben und ein Blick in die Mensa zeigt, dass da eben auch Schülerinnen weit über ihre normale verpflichtende Schulzeit hinbleiben um sich zu treffen und Aufgaben zu machen und ja zusammen weiterzukommen.
00:12:06: Ich habe ja gesagt, dass der gebundene Ganztag für mich aus dem Gesichtspunkt der sozialen Gerechtigkeit auch ganz große Bedeutung hat.
00:12:14: Und jetzt gleich werde ich in mein Büro gehen und dort die Bildungspartner minden begrüßen, die maßgeblich das Projekt Kopf an Kopf Hand in Hand Und auch die Lernwerkstatt unterstützen.
00:12:27: In diesem Projekt helfen ältere Schüler und Schülerinnen, jungen Kindern im Lernprozess sei es um Wissensvermittlung, Organisation oder aber einfach das Miteinander an Schule.
00:12:40: Das ist ein ganz großer Bereich der unser Schulleben unglaublich bereichert.
00:12:45: Am Ratsgymnasium gibt es besondere Orte wie das Ozeum, die Atrien oder auch das Moviemins.
00:12:51: Wie kam eigentlich die Idee dazu?
00:12:54: Und warum sind diese Orte so wichtig für die Schule.
00:12:58: Das Ozeum war geplant von den Architekten früher als Technikraum, also dann hätten da Bandsegen gestanden und man hätte im Technikunterricht, denen wir gar nicht in der Stundentafel haben aber da hätte man Vogelhäuser bauen können oder so.
00:13:13: Da hatten Herr Schmidt und ich zusammen die Idee das Räume eigentlich Platz und Raum bieten sollen selbstständig die Umgebung zu gestalten, also eher ein großer Raum ohne Tisch und Stuhl.
00:13:27: Und so ist das Ozeum entstanden.
00:13:30: als Lateinschule haben wir dann diesen Begriff gewählt für Muße und Entspannung.
00:13:36: da sollte eben Unterricht stattfinden ohne Schuhe auf Socken und mit der Möglichkeit eben da Luft zu holen und zur Ruhe zu kommen und natürlich auch im Tanzbereich oder in den Bewegungskünsten und im Theater frei arbeiten zu können.
00:13:54: Das wurde viel genutzt und der Gedanke vom Ozeum findet sich jetzt noch mal wieder im Movie II, das ist der Raum wo eben jetzt die Sachen viel gemacht werden, die im Ozeam waren und das Ozeem wurde ja zwischendrin in der Bauphase auch für die Tischtennispause genutst und so weiter.
00:14:16: Atrien sollen genau nach dem gleichen Prinzip den Schülern und Schülerinnen erst mal Freiraum geben, um dann ihre Lernunggebung zu gestalten.
00:14:27: Zu den Atrien kann ich noch erzählen... Da gibt es ja diese Möbel die ihr selber, die die Schüler selbst gebaut haben.
00:14:35: Und da hatten wir so eine Idee, dass man vielleicht eine Bühne bauen kann, eine Diskussionsecke und vielleicht Sitzplätze wo man arbeiten kann.
00:14:44: aber jede Klasse achtet darauf, seinen eigenen Sitzwürfel am Klassenraum zu haben.
00:14:52: Da schieben die Schüler diese Möbel auch immer wieder hin und das ist gut so.
00:14:57: Das Ratsgymnasium ist bekannt für Kunst Musik Theater und Tanz.
00:15:02: Wie ist die Idee entstanden dass Kultur an unserer Schule so wichtig
00:15:08: ist?
00:15:09: Immer so gewesen von der Schulgeschichte her auch, als ich ans Ratskymnasium kam gab es schon eine ganz solide Chor- und Orchesterarbeit.
00:15:19: Die Kunstfachschaft war schon gut aufgestellt.
00:15:23: das ist diese historische Tradition der Schulen eben gewesen die eine starke Orchester Arbeit haben.
00:15:32: Und ich persönlich hab in meinem Sportstudium das Glück gehabt, diesen Bereich Tanz Ausdruckstanz intensiv zu studieren und durfte dann sehr viele Projekte hier an der Schule machen gestalten.
00:15:46: Herr Schmidt hat mir da sehr viel Freiraum gelassen und über diese Projektarbeit habe ich selber auch noch mal erfahren wie wichtig es ist dass alle Schülerinnen die Möglichkeit bekommen ihren persönlichen Ausdruk begleitet durch Schule zum Ausdruck zu bringen.
00:16:05: Was war Ihre persönliche Idee oder, besser gesagt, Ihr Ziel hinter dem Kulturkonzept?
00:16:11: Ja das habe ich eben schon gesagt.
00:16:14: Durch ästhetische Wahrnehmungen, das zeigt sich jetzt ja auch in den Forschungszeiten.
00:16:21: da haben die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit ihre eigenen Fragen zu stellen, dann über das ästhetische Forschen an diesen Fragen zu arbeiten und dann eine Ausdrucksform zu finden.
00:16:32: Das kann sein dass ein Schüler sagt ich bildende ganz große Skulptur zu diesem Thema.
00:16:39: jemand anders sagt Ich singe im Chor andere sind in der Streicherklasse und sind zusammen im Orchester Und das alles ist für mich ne Weltsprache.
00:16:48: also diese Form des miteinander prägt die Welt.
00:16:53: Und wenn jemand im Orchester gespielt hat, im Chor gesungen hat ... Wenn jemand bei einem großen Projekt mitgemacht hat, dann hat er viele Facetten des Miteinanders.
00:17:04: Man ist zusammen in Resonanz und vor allen Dingen auch in der Fähigkeit, Resonanzen von anderen
00:17:09: wahrzunehmen.".
00:17:11: Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Kulturprofils am Rats?
00:17:17: Dass es mit dem Kulturprofil weitergeht.
00:17:22: Ich freue mich sehr, dass Herr Dormann in der erweiterten Schulleitung diesen Bereich verantwortlich betreut.
00:17:28: Das ist auch notwendig, weil wir mit vielen Netzwerken zusammenarbeiten und der Austausch mit anderen Schulen zeigt uns da eben immer wieder, an welcher Stelle wir gerade stehen.
00:17:40: Und ich glaube, das Kulturkonzept wird sich weiterentwickeln so wie Schule.
00:17:51: Warum sind Kooperation für unsere Schule so wichtig?
00:17:56: Unsere Schule hat keine Zäune.
00:17:59: Wir haben oft geöffnete Fenster und Türen im bildlichen Kontext, weil wir außerschulische Partner einladen.
00:18:07: Das ist selbstverständliche Praxis sowohl im normalen Unterricht als auch in dem Bereich von Orchester- und Tanz-, Theater- und Kunstarbeit ... Also, Gäste kommen und erzählen uns von ihrem Leben und Bereichern unser Schulleben.
00:18:24: Und nur wenn Schule so offen verstanden ist ... Dann das hat Tom Braun damals gesagt der an der Arbeitsstelle kulturelle Bildung in Rheimscheid war.
00:18:35: Nur dann verlassen Schüler eben auch erhobenen Hauptes mit dem Wissen wer sie sind bestenfalls welches kulturelles Selbstverständnis Sie haben die Schule
00:18:49: Was haben Sie in allen Jahren von den Schülerinnen und Schülern gelernt?
00:18:56: Das ist ganz wichtig, es zuzuhören.
00:18:59: Das sind für mich als Schulleiterin unterschiedliche Gesprächsanlässe.
00:19:07: Als Schulleiterin neigt man vielleicht dazu zu sagen, ich weiß wie's geht, du hast ein Problem, ich sag dir die Lösung.
00:19:14: Das ist aber nicht die Lösung des Schülers oder der Schülerin, sondern das ist meine Idee.
00:19:19: Und ich hab gelernt ... wenn ich zuhöre und wir das hinterher gemeinsam zusammenfassen, dass wir dann oft ganz nah an eine Lösung sind die vielleicht meiner Lösung auch ähnlich ist oder aber auch gar nicht.
00:19:35: Und das ist für mich besonders schön zu sehen und das war für mich auch ne Erkenntnis Als ich in einer Forschungszeit war und die Schüler zum Thema Helden und Heldinnen gearbeitet haben, da waren erst mal ganz andere Helden auf dem Plan wie He-Man oder Spider Man.
00:19:54: Oder Conny ... Das waren gar nicht so die Helden, die ich im Blick hatte, wenn ich über Helden sprechen.
00:20:03: Da hab' ich gesehen wir müssen zuhören was sind eure Helden?
00:20:07: Und dann ist klar... Dann könnt ihr auch sagen, wo kann ich Held oder Held in der Gesellschaft oder der Welt sein?
00:20:15: Und dann können wir vielleicht von ganz berühmten Helden erzählen und abgleichen.
00:20:20: Warum sind das so wichtige Menschen gewesen für uns?
00:20:23: Gibt es eine Begegnung mit einer Schülerin oder einem Schüler an die sie sich besonders gerne erinnern?
00:20:33: Das kann ich nicht festmachen.
00:20:35: Was ich einfach schön finde ... Wenn ich durch die Schule gehe, dass viele Schüler Aufmerken, grüßen, freundlich sind.
00:20:47: Das sind viele Begegnungen und das kann ich jetzt nicht reduzieren auf eine
00:20:52: Begehnung.".
00:20:53: Gibt es besondere Initiativen vor Schülerinnen und Schülern die sie besonders beeindrucken?
00:20:58: Ja da gibt's ne Vielzahl von Initiativn.
00:21:02: Ich sag mal ein paar Sichtware.
00:21:04: Das ist der SV-Wagen bei uns im Innenhof.
00:21:07: Die SV hat diesen Bauwagen selber geplant und hatte eben da den Wunsch, dass in der Pause selbst organisiert Spielgeräte ausgegeben werden.
00:21:17: Das kann man in jeder Pause sehen wie die Pause sich verändert hat durch diese Spielgerät.
00:21:23: Die große Attraktivität ist glaube ich auch das alle Schülerinnen wissen, dass es ihre eigene Sache ist.
00:21:31: Dann eine ganz schöne Initiative sind die Schachbretter in der Mensa.
00:21:39: Das hätte ich nie gedacht, dass Schachbretter mit Figuren, die da einfach so stehen immer noch vollständig sind und nach einem Gesetz was wahrscheinlich die Schülerinnen kennen.
00:21:51: Die Partien weiter gespielt werden, stehen bleiben – das finde ich sehr schön!
00:21:56: Und wenn ich in Gedanken im Mensa bin ist es die Gestaltung der Mensa wo Schülerinnen gemeinsam mit den Stuhlmachern aus dem Stuhlmuseum einem Backhausen die gesamten Möbel der Mensa gestaltet haben.
00:22:11: Und ich glaube, der Geist, den die Kinder damals mit in das Projekt gebracht haben, strahlt noch aus.
00:22:16: Wenn man jetzt die Tische anschaut, die sind immer noch so sauber wie sie vorher waren, weil das alle wertschätzen und das strahelt aus.
00:22:24: Natürlich sitze ich hier im Tonstudio, dass professionell eingerichtet ist von euch ganz professionell betrieben wird.
00:22:33: Das ist wirklich sehr einladend.
00:22:36: Ich sitze auf Sesseln, die im Stuhlmuseum von Schülern und Schülerinnen selber restauriert wurden und fühle mich hier sehr wertgeschätzt durch diese Professionalität.
00:22:47: ja, die von euch kommt und das Tonstudio spricht Bände würde ich sagen.
00:22:53: Ich möchte den Fachbereich mit und die Naturwissenschaften noch erwähnen.
00:22:58: Ich selbst bin auch Biologie-Lehrerin.
00:23:02: Freu ich mich momentan, besonders wenn ich aus meinem Büro gehe.
00:23:06: Das ist die Etage der Physik.
00:23:08: Da sind oft Schüler und Schülerinnen, die an einem Wettbewerb teilnehmen und kleine Computer programmieren, die vorgeschriebene Strecken fahren oder Aufgaben erledigen.
00:23:18: Dann möchte ich das Bastau-Projekt erwähnen.
00:23:21: Jeder Minderer kennt, dass wenn er an der Bastaubrücke steht und die Stauschstufe, die früher da war, anschaut dieses Projektwirtzeit ... vielen Jahren von unserer Schule begleitet und da ist der Bereich der Naturwissenschaften ein lebendiger, forschender, toller Bereich.
00:23:43: Was möchten Sie den Schülerinnen und Schülern des Ratsgymnasiums zum Abschied gerne mit auf den Weg geben?
00:23:51: Es lohnt zuzuhören und miteinander zu sprechen!
00:24:00: Und dann die neuen Ideen auszutauschen und weiterhin zu entwickeln.
00:24:08: Und das nicht zu schnell!
00:24:10: Das sollte so sein, dass alle mitgenommen werden können und dass alle die Möglichkeit haben nachzufragen und für sich zu schauen.
00:24:19: wo ist mein Platz an dieser Verwirklichung der
00:24:22: Idee?
00:24:34: Lasst auch gerne eine Bewertung da.
00:24:36: Ciao!
00:24:42: Wie würdest du Frau Kippers einen neuen Schüler beschreiben?
00:24:44: Also, man fühlt sich... Sie gibt dir das Gefühl dass man angekommen ist und sie ist auch sehr freundlich.
00:24:54: Ich finde die sehr fürsorglich, hilfsbereit und eben ein lustiger Mensch.
00:25:00: Also ich will sagen, Frau Küppers ist immer sehr hilfsbereit, höflich.
00:25:05: Immer gut gelaunt und sie ist immer offen für Neues.
00:25:09: Reich, helfsbereiht und generell insgesamt ein sehr guten Charakter.
00:25:22: Ich würde Sie als nett, hilfsbreit und lustig beschreiben!
00:25:25: Ich würde Frau Küpers als eine hilfsbereite und nette Person beschreiben.
00:25:30: Was macht Frau Küper als Schulleitung so besonders?
00:25:34: Man merkt direkt, dass sie eine sehr nette Person ist.
00:25:36: Und man denkt ja so Schulleiter sind streng und man muss Angst vor den haben aber bei ihr merkt man das überhaupt gar nicht.
00:25:44: Was magst du besonders an Frau Köppers?
00:25:47: Ihre positive Ausstrahlung und ihre Energie?
00:25:51: Welche Eigenschaften fällt euch bei Frau Köpers als erstes ein?
00:25:56: Teamstärkung Es ist sie sehr freundlich.
00:26:01: Sie ist auch sehr hilfbereit.
00:26:04: Wann habt ihr Frau Küppers zuletzt erlebt und was ist euch dabei in Erinnerung geblieben?
00:26:11: Bei Tanzen, weil wir haben sie jetzt bei Tanzen.
00:26:14: Sie war sehr hilfsbereit, hat uns auch immer Zips gegeben.
00:26:18: Worauf kann Frau Küpps besonders stolz sein?
00:26:21: auf das, was sie aufgebaut hat?
00:26:23: Sie hat viele Kooperation mit anderen Schulen aufgestellt und außerdem für eine schöne Schulatmosphäre gesorgt.
00:26:30: Dass die
00:26:31: diese Schule so
00:26:32: zu dem Ort gemacht hatte.
00:26:34: Also die Schule hat sie so gut als Direktorin vertreten und hat viel für die Schule getan.
00:26:40: Und wir Schüler haben auch echt viel Spaß hier!
00:26:44: Was möchtet ihr Frau Küppers persönlich noch sagen?
00:26:46: Dass sie
00:26:47: so viele
00:26:48: Klassen, so viele Möglichkeiten gegeben
00:26:50: hat, vernünftigiges
00:26:51: zu lernen... ...und dass sie einfach eine tolle Schulleitung war und die Schule so gemacht hat wie sie jetzt ist.
00:27:00: Ich würde sagen ganz viel Glück, Freude, Gesundheit und auch
00:27:05: Freiheit.
00:27:33: Viel Freizeit auf jeden Fall und einfach Glück und so.
00:27:37: Gesundheit, dass das Ende der Leben Spaß macht!
00:27:42: Dass sie an denen viel Spaß hat und auch schöne Menschen
00:27:47: kennenlernt ja.
00:27:49: Noch ein
00:27:50: schönes weiteres Leben?
00:27:51: Gottes Segen Liebe.
00:27:54: Frau Kippers, danke, dass Sie unsere Schulleitung waren.
00:27:58: Wir
00:27:59: als Schule
00:27:59: wünschen Ihnen viel Freude,
00:28:02: Glück
00:28:02: und Erholung in ihrem wohlverdienten Ruhestand.
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